{"id":7983,"date":"2025-11-25T21:20:44","date_gmt":"2025-11-25T20:20:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.jef-bw.de\/?p=7983"},"modified":"2025-11-25T21:20:44","modified_gmt":"2025-11-25T20:20:44","slug":"dont-touch-my-schengen-jef-setzt-in-kehl-ein-zeichen-fuer-freizuegigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/2025\/11\/25\/dont-touch-my-schengen-jef-setzt-in-kehl-ein-zeichen-fuer-freizuegigkeit\/","title":{"rendered":"Don\u2019t touch my Schengen \u2013 JEF setzt in Kehl ein Zeichen f\u00fcr Freiz\u00fcgigkeit\u200b"},"content":{"rendered":"<h2>Don\u2019t touch my Schengen \u2013 JEF setzt in Kehl ein Zeichen f\u00fcr Freiz\u00fcgigkeit<\/h2>\n<figure>\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1600\" height=\"900\" src=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.07.jpeg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/www.jef-bw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.07.jpeg 1600w, https:\/\/www.jef-bw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.07-300x169.jpeg 300w, https:\/\/www.jef-bw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.07-1024x576.jpeg 1024w, https:\/\/www.jef-bw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.07-768x432.jpeg 768w, https:\/\/www.jef-bw.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.07-1536x864.jpeg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><figcaption>Don&#8217;t touch my Schengen Kundgebung am 23.11. in Kehl<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am 23.11.2025 haben wir uns gemeinsam mit 80 weiteren engagierten Europ\u00e4erinnen und Europ\u00e4ern aller Altersklassen vor dem Kehler Bahnhof versammelt, um ein deutliches Zeichen f\u00fcr offene Grenzen und die Einhaltung des Schengener Abkommens zu setzen. Unter dem Motto &#8222;<a href=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/schengen\/\"><strong>Don&#8217;t touch my Schengen<\/strong><\/a>&#8220; haben wir als Landesverband zusammen mit dem Kreisverband Kehl und der JEF Strabourg sowie mit weiteren Partnern im Rahmen unserer gleichnamigen Kampagne zum Protest aufgerufen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Kundgebung fand unmittelbar gegen\u00fcber den derzeitigen Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Frankreich statt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201c<em>So viele Menschen hier in Kehl zu sehen gibt Hoffnung. Europ\u00e4er sind zusammen lauter als Nationalisten!<\/em>\u201d, begr\u00fc\u00dfte Etienne Herzog, Vorsitzender der JEF Kehl, die Versammelten und betonte die Absurdit\u00e4t von Strasbourg als \u201cCapitale Europ\u00e9ene\u201d, w\u00e4hrend die Stra\u00dfenbahn mit derselben Aufschrift nicht ohne St\u00f6rung eine Grenze \u00fcberqueren kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In ihren Redebeitr\u00e4gen machten wir und unsere Partner darauf aufmerksam, dass die seit Jahren anhaltenden Binnengrenzkontrollen gravierende negative Folgen f\u00fcr Europa haben. Sie greifen massiv in die Freiz\u00fcgigkeit ein, verursachen wirtschaftliche Sch\u00e4den in Milliardenh\u00f6he und belasten sowohl Pendlerinnen und Pendler als auch die Lieferketten zahlreicher Unternehmen. Gleichzeitig binden sie enorme Kapazit\u00e4ten der Polizei, ohne einen erkennbaren Zugewinn an Sicherheit zu schaffen. Die Ma\u00dfnahmen gelten zudem als rechtswidrig und gef\u00e4hrden durch pauschale Zur\u00fcckweisungen grundlegende Rechte. Insgesamt handelt es sich aus Sicht der Demonstrierenden um symbolpolitische Schritte, die jahrzehntelange Errungenschaften der europ\u00e4ischen Einigung untergraben, die Gesellschaft spalten, neue Grenzen in den K\u00f6pfen errichten und rassistische Tendenzen bei Kontrollen beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sarah Reisinger, Vorsitzende der JEF Baden-W\u00fcrttemberg betonte: \u201e<em>Anstatt gemeinsam das Dublin-System f\u00fcr eine faire Verteilung von Gefl\u00fcchteten zu reformieren, die Aufnahmekapazit\u00e4ten der einzelnen Staaten zu st\u00e4rken und sich f\u00fcr bessere Integrationspolitik und einen humaneren Asyldiskurs einzusetzen, greifen unsere Politiker lieber auf populistische Ideen zur\u00fcck, die unsere europ\u00e4ischen Freiheiten und die europ\u00e4ische Einigung gef\u00e4hrden und attackieren. Ich bin nicht bereit, diese ganzen Errungenschaften, Freiheiten und Fortschritte der europ\u00e4ischen Geschichte \u00fcber Bord zu werfen, nur um den Populismus und die Hilflosigkeit der Bundesregierung zu f\u00fcttern.<\/em>\u201d<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Teilnehmenden forderten daher ein Ende der Symbolpolitik und stattdessen echte europ\u00e4ische L\u00f6sungen, die Freiz\u00fcgigkeit, Sicherheit und Zusammenarbeit vereinen. Das betonte auch der Rechtsanwalt Schneider-Addae-Mensah: &#8222;<em>Schengen hatte es immer schwer und war immer l\u00f6chrig. Vor allem das Opt-Out f\u00fcr begrenzte Zeitr\u00e4ume mit fadenscheinigen Gr\u00fcnden f\u00fchrte und f\u00fchrt zu immer neuen Grenzkontrollen. Daher: weg mit dem Opt Out!<\/em>&#8222;<\/p>\n<p>Besonders emotional war auch der Redebeitrag von Dr. Elisabeth Heister und Niels Grammes von der Europa-Initiative St. Germanshof. Denn bereits 1950 demonstrierten rund 300 Studenten aus 8 verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern f\u00fcr offene Grenzen innerhalb Europas, indem sie in St. Germanshof, im Niemandsland zwischen Rheinland-Pfalz und Frankreich, illegal \u00fcber die Grenze traten, die Schlagb\u00e4ume niederissen, anz\u00fcndenten und eine Reklamation f\u00fcr ein gemeinsames Europa ohne Grenzen, einen europ\u00e4ischen Pass und eine europ\u00e4ische Regierung forderten. \u00a0Elisabeth Heister erz\u00e4hlte, was als zweite Aktion wenige Wochen sp\u00e4ter folgte: <em>\u201e5000 Studentinnen und Studenten, dabei waren auch Professoren, aus mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, fuhren am 24. November 1950 mit Bussen nach Strasbourg. (..) Am Abend zogen sie von der Messehalle zum Europahaus. Dort demonstrierten sie vor der Haust\u00fcr der Europ\u00e4ischen Versammlung. Sie forderten unter anderem ein f\u00f6derales Europa und riefen die Versammlung dazu auf sich f\u00fcr ein gemeinsames Parlament einzusetzen.(&#8230;) Nehmen wir die Verantwortung wahr, die die jungen Menschen der 1950ger Generation bereits auf sich genommen haben und h\u00f6ren wir nicht auf ein echtes f\u00f6derales Europa mit offenen Binnengrenzen zu fordern.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einblicke aus franz\u00f6sischer Sicht gab au\u00dferdem Louis Ritter, Vorstandsmitglied der Jeunes Europ\u00e9ens Strasbourg: \u00a0<em>\u201eNous sommes tous r\u00e9unis aujourd&#8217;hui dans un contexte que l&#8217;on n&#8217;aurait jamais imagin\u00e9 revenir. Car oui, apr\u00e8s 40 ans, 40 ans d&#8217;ouverture des fronti\u00e8res, 40 ans de libre circulation, notre Europe souffre aujourd&#8217;hui, souffre de nouveau, de ces d\u00e9mons. Ces d\u00e9mons qui, il y a plus de 70 ans, avaient justifi\u00e9 sa cr\u00e9ation. Le renfermement sur soi, la crainte de l&#8217;autre, la pens\u00e9e qui consiste \u00e0 dire que seul on peut tout, ensemble rien.\u201c<\/em> (*\u00dcbersetzung unten)<\/p>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.06-5-576x1024.jpeg\" alt=\"Sarah Reisinger (JEF BW) und Etienne Herzog (JEF Kehl)\" \/><figcaption>Sarah Reisinger (JEF BW) und Etienne Herzog (JEF Kehl)<\/figcaption><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.37-576x1024.jpeg\" alt=\"Dr. David Schneider-Addae-Mensah\" \/><figcaption>Dr. David Schneider-Addae-Mensah<\/figcaption><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.06-576x1024.jpeg\" alt=\"Dr. Elisabeth Heister (Europainitiative St. Germanshof)\" \/><figcaption>Dr. Elisabeth Heister (Europainitiative St. Germanshof)<\/figcaption><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.06-1.jpg\" alt=\"Louis Ritter (JEF Strasbourg)\" \/><figcaption>Louis Ritter (JEF Strasbourg)<\/figcaption><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.06-2-576x1024.jpeg\" alt=\"Anna Stubert (JuLis BW)\" \/><figcaption>Anna Stubert (JuLis BW)<\/figcaption><\/figure>\n<figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/WhatsApp-Image-2025-11-25-at-15.29.37-1.jpg\" alt=\"Andreas Fr\u00f6hlich und Lena Mohr (Gr\u00fcne Ortenau)\" \/><figcaption>Andreas Fr\u00f6hlich und Lena Mohr (Gr\u00fcne Ortenau)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unterst\u00fctzt wurde die Veranstaltung durch die Gr\u00fcnen Ortenau\/Kehl, Julis BW, die Europainitiative St. Germanshof, Jusos BW, den Rechtsanwalt Dr. David Schneider-Addae-Mensah und den ADFC Ortenau.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weitere Informationen zur Kampagne finden sich <a href=\"https:\/\/jefbw.uber.space\/schengen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a>. Wenn ihr die &#8222;Don&#8217;t Touch my Schengen&#8220;-Kampagne weiter unterst\u00fctzen wollt, k\u00f6nnt ihr au\u00dferdem unsere <strong><a style=\"color: #00cc66;\" href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/40-jahre-schengen-ausweiten-statt-aushoehlen-donttouchmyschengen\">Petition unterschreiben<\/a><\/strong>!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>* deutsche \u00dcbersetzung: \u201cWir sind heute alle in einem Kontext versammelt, den wir nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tten. Denn ja, nach 40 Jahren, 40 Jahren der \u00d6ffnung der Grenzen, 40 Jahren der Freiz\u00fcgigkeit, leidet unser Europa heute erneut unter diesen D\u00e4monen. Diesen D\u00e4monen, die vor mehr als 70 Jahren seine Gr\u00fcndung gerechtfertigt hatten. Die Abschottung, die Angst vor dem Anderen, die Vorstellung, dass man alleine alles erreichen kann, gemeinsam aber nichts.\u201c<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Don\u2019t touch my Schengen \u2013 JEF setzt in Kehl ein Zeichen f\u00fcr Freiz\u00fcgigkeit Don&#8217;t touch my Schengen Kundgebung am 23.11. in Kehl Am 23.11.2025&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":7964,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"kv":[],"class_list":["post-7983","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7983","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7983"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7983\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7983"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7983"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7983"},{"taxonomy":"kv","embeddable":true,"href":"https:\/\/jefbw.uber.space\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/kv?post=7983"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}